Pilates – den Körper mit Bewegung und Entspannung stärken
Pilates als ganzheitliches Training für deinen Körper stärkt die Muskulatur auf eine sanfte und dennoch effektive Weise. Ziel ist es, durch die kontrollierte und fließende Bewegungen einen Effekt aus Training und Ruhe zu erzielen. Im Fokus steht zusätzlich die Atmung. Pilates ist sowohl zur Prävention als auch bei Beschwerden in verschiedenen Körperbereichen sehr gut geeignet.

Pilates in Berlin-Friedrichshagen – was ist das eigentlich?
Pilates ist ein Training, mit dem du deinen Körper ganzheitlich ansprichst und verschiedene Muskelgruppen aktivierst. Das Zusammenspiel von kontrollierten und fließenden Bewegungen sowie einer tiefen Atmung ist perfekt aufeinander abgestimmt. Entwickelt wurde Pilates durch Joseph Hubert Pilates. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat er die ersten Übungen zusammengestellt – damals aber noch unter einer anderen Bezeichnung.
Pilates nannte sein Programm „Contrology“. Die Basis der Übungen ist es, Geist und Körper zu koordinieren und ein Zusammenspiel zu entwickeln. Ursprünglich hat J.H. Pilates diese Übungen zusammengestellt, um Schauspielende uind Tanzende zu trainieren. Gerade in diesen Bereichen war und ist es unverzichtbar, die eigene Koordination von Geist und Körper bestmöglich zu beherrschen.
Es dauerte jedoch nicht lange, bis das Pilates-System auch für andere Bereiche übernommen wurde. Schnell entwickelte sich ein echter Hype rund um das Programm, das bis heute weiter entwickelt und immer wieder neu interpretiert wird.
Spannend zu wissen: Das Grundprogramm selbst besteht aus ingesamt rund 40 Übungen. Die Übungen werden nach und nach vermittelt und dann, immer wieder, in einer festgelegten Reihenfolge durchgeführt. Dabei wird sich stetig auf die Atmung konzentriert.
Pilates oder Yoga – wo ist überhaupt der Unterschied?
Immer wieder werden wir gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen Pilates und Yoga ist. Wir hier in der Physiotherapie Berlin-Friedrichshagen haben uns ganz bewusst entschieden, Pilates als Kurs anzubieten, da sich bei den Übungen vollständig auf den Körper fokussiert wird. Im Yoga spielt dagegen zusätzlich eine spirituelle Ebene eine Rolle. Beim Pilates jedoch richten die Teilnehmenden ihre komplette Wahrnehmung auf den Körper und die Atmung. Auch dies kann dazu führen, dass die Übungen sogar als meditativ empfunden werden.
Ein weiterer Unterschied ist, dass beim Pilates auch Hilfsmittel zum Einsatz kommen können. Es wird nicht nur mit dem eigenen Körper gearbeitet. Durch den Einsatz von speziellen Rollen, Bällen oder Ringen, lassen sich die Übungen erweitern. So können Kursleitende noch besser auf die individuellen Bedürfnisse einer Person eingehen.

Die Funktionsweise von Pilates
Bei Pilates geht es darum, den Körper ganzheitlich anzusprechen und durch die Übungen systematisch und regelmäßig zu trainieren. Hier kommen Übungen aus den folgenden Bereichen zum Einsatz:
- Dehnungsübungen
- Kräftigung
- Atemübungen
Durch die Zusammenarbeit von Atmung und Bewegung steigt deine Selbstwahrnehmung an. Du erhältst ein besseres Körpergefühl. Das waren die Ansätze, an denen sich Joseph Pilates orientiert hat.
Für eine optimale Umsetzung der Übungen ist das Powerhouse wichtig. Hierbei handelt es sich um deine Korsett-Muskulatur, die dir Stabilität und Halt geben soll. Wenn du das Powerhouse aktivierst, spannst du deine Muskulatur am Bauch, im Rücken sowie beim Beckenboden an. Es ergibt sich eine Kontrolle über deine Körpermitte. Versuche, dich immer wieder auf diese zu fokussieren und sie bei den Übungen zu halten.
Der kurze Blick auf die Pilates-Prinzipien zeigt die Ansätze noch einmal im Detail. Insgesamt sechs Prinzipien hat Joseph Pilates als Basis genutzt:
- Zentrierung: Konzentriere dich auf dein Powerhouse und aktiviere es.
- Atmung: Achte auf eine ruhige Atmung und bewege dich in deren Fluss.
- Kontrolle: Kontrolliere deine Bewegungen immer wieder und korrigiere diese, wenn nötig.
- Aufmerksamkeit und Konzentration: Behalte deinen Körper im Blick und achte darauf, dass die gewünschten Muskeln aktiviert sind.
- Bewegungspräzision: Führe Bewegungen präzise und exakt aus, statt schnell und häufig.
- Bewegungsfluss: Sorge dafür, dass jede deiner Bewegungen fließend erfolgt.
Wichtig: Beim Pilates ist Disziplin wichtig. Natürlich möchtest du gern schnell erste Erfolge sehen – vor allem beim Aufbau der Muskulatur. Ebenso wie bei anderen Sport-Varianten auch, braucht es hier Geduld. Ohne ein regelmäßiges Training und Durchhaltevermögen geht es nicht.
Pilates-Infos auf einen Blick
- Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Tiefenmuskulatur
- bringt Atmung und Bewegung in Einklang
- Training funktioneller Muskelgruppen verbunden mit koordinativen Übungen
- hält die Körpermitte stabil, beweglich und aufrecht
- Einsatz von Kleingeräten können das Training ergänzen
- Konzentration auf den Körper fördert Entspannung

Die Ziele beim Pilates
Beim Pilates ist der Weg das Ziel. Natürlich geht es darum, die Muskulatur zu kräftigen und das Bewusstsein für deinen eigenen Körper zu steigern. Dies ist jedoch als Prozess zu sehen, der sich mit jeder Trainingseinheit steigert und verändert. Von Beginn an lernst du, dich auf das Powerhouse zu konzentrieren und immer wieder dorthin zurückzugehen. Von diesem Punkt der Selbstwahrnehmung aus, erfolgt die saubere Ausführung der einzelnen Übungen. Durch die Unterstützung erfahrener Kursleitender, werden die Übungen auf den Trainingsstand angepasst, gesteigert oder auch wieder reduziert.